Skandinavischer Einrichtungsstil

Aiko Sessel aus dem Hause Max Winzer
Aiko Sessel im skandinavischen Design aus dem Hause Max Winzer

Ursprung des skandinavischen Stils

Wie der Titel des Einrichtungsstils bereits erahnen lässt, entstand das skandinavische Design in den 1950er Jahren in den skandinavischen Ländern Norwegen, Schweden, Finnland und Dänemark. Von der Idee her sollten schöne, funktionale Möbelstücke und Einrichtungsgegenstände nicht nur Wohlhabenden sondern allen zugänglich gemacht werden. Insbesondere der bekannteste schwedische Möbelhersteller trug den Skandinavischen Einrichtungsstil in die Welt hinaus und prägte damit die gesamte Wohnkultur.

Begünstigt wurde die ideologische Idee der Verfügbarkeit für alle insbesondere durch eine zunehmende Verfügbarkeit preisgünstiger Materialien und den Methoden der Massenproduktion. Beliebte Werkstoffe sind häufig Kunststoff, Aluminium, Stahl oder in Form gepresstes Holz.

Charakteristik des skandinavischen Stils

Der  skandinavische Einrichtungsstil konzentriert sich in erster Linie auf Funktionalität. Erst darauf folgt die Form. Besonders hervorzuheben ist die schlichte Eleganz, die vom skandinavischen Einrichtungsstil ausgeht. Klare Formen, helle freundliche Farben, helles Holz, Leinenstoffe – nur um einige Elemente zu nennen. Das lässt skandinavische Einrichtung minimalistisch wirken. Die Einrichtungselemente rücken bei diesem Einrichtungsstil dezent in den Hintergrund. Kein Möbelstück drängt sich auf und der Mittelpunkt liegt vielmehr auf dem Bewohner als auf der Einrichtung.

Hierdurch wird die Einrichtung natürlich sehr flexibel und lässt sich immer wieder neu kombinieren.

Im Vergleich zu anderen rein funktionalen Einrichtungsstilen ist der skandinavische Stil sehr ruhig, ausgleichend und warm. An sich nachvollziehbar, dass dieser Stil im Norden entstand! Wer mit langen, dunklen Wintern kämpft, richtet sich hell und freundlich ein.

 

Wichtige Elemente des Skandinavischen Stils im Überblick:

  • Helles Holz: Ob Birke, Fichte, Kiefer, Massivholz oder gepresstes Holz. Die Wahl liegt bei Ihnen. Selbst weiß gebeizte Dielenböden oder gebleichte Holzböden sind im skandinavischen Stil zu Hause. Es gilt schließlich das wenige Tageslicht so gut wie möglich einzufangen.
  • Pendelleuchten und viele Lichtquellen: Insbesondere tief hängende Pendelleuchten über Ess- oder Couchtisch, vielleicht eine Stehlampe in der Ecke? Hier gilt das Prinzip „viel hilft viel“. Durch unterschiedliche Lichtquellen lassen sich große oder offene Wohnräume auch eleganter in einzelne Bereiche unterteilen.
  • Geradlinigkeit: Die Möbelstücke im skandinavischen Stil verzichten vollständig auf Schnörkel – hier sind klare Kanten gefragt.
  • Lockerer Mustermix: Gemusterte Tagesdecken und Kissen sorgen für eine willkommene Auflockerung und verleihen dem Skandinavischen Stil seinen Charme. Auch die Muster sind sehr geradlinig: Dreiecksmuster, Rauten, Linien in verschiedenen Farben.
  • Gemütlicher Materialmix: Jetzt wird es richtig wohnlich und kuschelig: Im skandinavischen Stil sind Tierfelle, Wolldecken oder Teppiche, Überwürfe und Tagesdecken sowohl wichtige Accessoires für kalte Winter als auch wesentliche Stilelemente, die diesem Stil seine Wärme und Freundlichkeit verleihen. Denn auch hier kann mit verschiedenen Mustern gespielt werden.
  • Weniger ist mehr bei der Dekoration: Hier wirken wenige Deko-Elemente deutlich stärker als wenn man jetzt den Raum überfrachtet. Spontan denkt man an den bekannten Ast mit Weidenkästchen in einer Klarglasvase. Bilder in schlichten Rahmen oder einfach gehaltene Skulpturen. Die restliche Dekoration erledigen schließlich schon die gemusterten Textilien.

Farbwelt beim skandinavischen Stil

Weiß ist definitiv die dominante „Farbe“ im skandinavischen Einrichtungsstil. Die Töne reichen darüberhinaus über Creme- Beige- und Eierschalentöne. Denn die aufhellende Wirkung kann nur hierdurch maximiert werden. Deshalb auch hauptsächlich helle oder weiße Hölzer für Möbel und Böden.

Bei den Möbelstücken dürfen auch Pastelltöne eingesetzt werden. Pastellrosa, Minzgrün, freundliches Gelb sind ideale Begleiter des Einrichtungsstils. Aber auch schwarz/weiße Musterung auf Textilien kommt auf den hellen Möbeln hervorragend zur Geltung und schafft einen tollen Kontrast. Genauso wie unterschiedliche Grautöne, falls man einen dramatischeren Effekt bevorzugt.

Sehr sparsam darf auch mal eine knallige Farbe vertreten sein. Durch solche Fixpunkte kann man den Blick durchs Zimmer ideal lenken. Als Beispiel macht sich der berühmte „Egg Chair“ von Fritz Hansen in einer knalligen Farbe hervorragend bemerkbar.